Fuß-Beschwerden

woman checks her aching foot

Die Füße sind die Träger des Lebens

So sollten sie auch behandelt werden !

Hier finden Sie eine kleine Sammlung der gängigen Fuß-Beschwerden, die wir täglich versorgen.

Arthritis
Die Arthritis (griechisch arthrítis ἀρθρῖτις, Pl. Arthritiden, von arthron „Gelenk, Glied“ und Endung –itis zur Bezeichnung einer Entzündung) ist eine entzündliche Gelenkerkrankung.
Klar abzugrenzen ist dieser Begriff von degenerativen Veränderungen (Arthrose). Während es sich bei den Arthrosen um ein „kaltes“ Geschehen durch „Gelenkverschleiß“ handelt, sind die Entzündungen typischerweise mit Überwärmung, Gelenkergußbildung, Schwellung und Rötung verbunden.

Arthrose
Der Begriff Arthrose (Syn. Arthrosis deformans – altgriech. ἄρθρον arthron, ‚Gelenk‘ und lat. deformare ‚verstümmeln‘) bezeichnet nach einer nichtamtlichen Definition in Deutschland einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt.

Entzündungen (lat. Inflammatio)
Eine Entzündung ist eine charakteristische Antwort von menschlichem sowie allgemein tierischem Gewebe auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten, potenziell schädigenden Reiz mit der Funktion, diesen Reiz zu beseitigen, dessen Ausbreitung zu unterbinden und ggf. eingetretene Schäden zu reparieren. Eine Entzündung kann in einem umschriebenen Gebiet oder als systemischeEntzündungsreaktion vorliegen.

Diabetikerfuß
nervengeschädigter Fuß bei Diabetes mellitus, vermindertes Schmerzempfinden, schlechte Wundheilung bei gleichzeitiger Durchblutungsstörung

Fasciitis plantaris
(siehe Fersensporn)

Fersensporn
(synonym Kalkaneussporn bzw. Calcaneussporn, von lat. calcaneusFerse(nbein)Fasciitis plantaris) ist eine dornartige, verknöcherte Ausziehung des Fersenbeins, die sich durch Reizung entzünden und dann Schmerzen verursachen kann.

Gicht
Die Gicht (Urikopathie) ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die in Schüben verläuft und (bei unzureichender Behandlung) durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen (Urat) in verschiedenen peripheren Gelenken und Geweben zu einer gelenknahen Knochenresorption und Knorpelveränderungen sowie durch langfristige Schädigung des Ausscheidungsorgans Niere letztlich zur Niereninsuffizienz führt. Die Schädigung der Nieren geschieht schmerzlos, ist aber das größere Problem als die schmerzhaften Gichtattacken an den Gelenken.

Gonarthrose
siehe Kniegelenksarthrose

Haglund-Syndrom
Das Haglund-Syndrom ist benannt nach dem schwedischen Orthopäden Patrik Haglund und bezeichnet zwei ähnliche Krankheitsbilder: eine Verknöcherungsstörung an der Fersen-Apophyse im Wachstumsalter und eine verstärkte Verknöcherung des hinteren oberen Sehnenansatzes der Ferse mit Beschwerden durch Druck des Schuhrandes (Haglund-Exostose)

Hammerzehen
Die Form einer Hammerzehe (Digitus malleus) ergibt sich durch die permanente krallenartige Beugung einer Zehe. Man unterscheidet flexible und fixierte Hammerzehen. Sie ist differentialdiagnostisch von der Kamptodaktylie abzugrenzen und meistens aufgrund der Verwendung ungeeigneten Schuhwerks mechanisch bedingt. Auch neurologische Erkrankungen können zu diesem Symptom führen.

Hallux rigidus
bezeichnet das durch arthrotische Veränderungen steif gewordene Großzehengrundgelenk.
Die Versteifung behindert die normale Abrollbelastung des Fußes.

Hallux Valgus
Beim Hallux valgus (lat. valgus = ‚krumm‘, ‚schief‘) handelt es sich um eine Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter lateral und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Da meist gleichzeitig ein Metatarsus primus varus vorliegt, tritt der Großzehenballen am Fußinnenrand oft deutlich hervor und es bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen, verursacht durch den Druck des Schuhschafts. Daneben kommt es durch Druck der Großzehe auf die kleinen Zehen oft zu Hammer und Krallenzehen-Fehlstellungen der benachbarten Zehen.

Hohlfuß (lat. Pes excavatus)
Bei diese Fehlstellung ist das Längsgewölbe des Fußes stark erhöht. Der Rist ist überhöht und die Ferse nimmt eine nach innen gerichtete Stellung ein.Bei Hohlfüßen ist häufig eine Krallen -bzw. Klauenstellung der Zehen zu beobachten.

Kniegelenksarthrose
Mit Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose bezeichnet man einen vorzeitigen Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen des Kniegelenkes.
Das Kniegelenk besteht aus drei Gelenkabschnitten, die allesamt betroffen sein können (Pangonarthrose), oder einzeln. Bei Verschleiß im Kniescheibengelenk (Femoropatellargelenk) wird oft von einer Retropatellararthrose gesprochen. Ist das innere oder mediale Kompartment des Femorotibialgelenks betroffen, liegt eine mediale Gonarthrose, oder bei oft gleichzeitiger O-Bein-Fehlstellung eine Varus-Gonarthrose vor. Die Arthrose des äußeren oder lateralen femorotibialen Kompartments ist die laterale Gonarthrose, oder bei gleichzeitiger X-Bein-Fehlstellung die Valgus-Gonarthrose.

Krallenzehen
Bei der Krallenzehe handelt es sich um eine Fehlstellung der Zehen durch Kontraktion der Beuge- und Streckmuskulatur desFußes. Die Zehenkuppen erreichen oft den Boden nicht, das Zehengrundgelenk ist komplett oder fast ausgerenkt.
Die Folgen sind oft Druckbelastungen im dorsalen Bereich der Zehengelenke, Hühneraugen, Läsionen usw.

Klumpfuß (lat. Pes equinovarus adductus)
Der Klumpfuß ist eine meist angeborene oder lähmungsbedingte Fußdeformität. Das typische Erscheinungsbild ergibt sich durch die Kombination von Hohl – Sichel – und Spitzfuß. Es wird oft eine Einwärtsdrehung des Fußes beobachtet das heißt, dass die Fußsohle nach innen zeigt.  Der Rückfuß steht in einer extremen Varusstellung. Das Längstgewölbe ist wie beim Hohlfuß  stark erhöht und der Vorfuß steht in Adduktion.

Knickfuß (lat. Pes valgus)
Als Knickfuß (Pes valgus) bezeichnet man eine krankhafte Fehlstellung des Fußes, mit einer Senkung am medialen (inneren) Fußrand und einer Anhebung des lateralen (äußeren) Fußrands.
Der Knickfuß tritt häufig in Verbindung mit dem Senk oder Plattfuß auf. Beim Kleinkind ist in einem gewissen Zeitraum ein Knickfuß physiologisch, d. h. der Normalfall. Im Alter von 8 bis 10 Jahren sollte der Kinderfuß jedoch soweit gefestigt sein, dass der Fuß nicht mehr oder nur noch minimal nach innen einknickt. Ist dies nicht der Fall, sollte so früh wie möglich mit Fußgymnastik begonnen werden. Auch Barfußgehen auf unebenen Naturböden wirkt positiv auf die Stabilisierung des Fußes.
Schmerzen treten hauptsächlich am inneren Knöchel und Innenlängsgewölbe (da sehr oft gleichzeitig eine Senkung desselben vorhanden ist) auf. Der Knöchelschmerz zieht sich später am Bein seitlich hoch. Der innere Knöchel tritt stark hervor, eine Verschiebung im unteren Sprunggelenk ist vorhanden, wobei das Fersenbein nach außen abweicht.

Metatarsalgie
Metatarsalgie ist der medizinische Sammelbegriff für am Mittelfuß auftretende, oft belastungsabhängige Schmerzen, soweit der zweite bis fünfte Strahl (Zehen und zugehörige Mittelfußknochen) betroffen ist. Die Erkrankungen des ersten Strahls werden gesondert geführt.
Differentialdiagnostisch ist zu unterscheiden zwischen primären Metatarsalgien mit einer örtlich am Mittelfuß zu lokalisierenden Ursache und sekundären Metatarsalgien bei systemischen Krankheitsbildern (z. B. Rheuma, Gicht, arterielle Durchblutungsstörung).

Morton-Neuralgie
Die Morton-Neuralgie, auch Morton-Metatarsalgie, Morton-Syndrom oder Morton-Neurom, ist eine schmerzhafte Erkrankung im Bereich der Füße, ausgehend von einer Kompression (neural entrapment) der Plantarnerven (Nervi plantares des Nervustibialis) zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen. Sie tritt meist zwischen den Mittelfußknochen III und IV im dritten Zehenzwischenraum, seltener zwischen II und III auf. In bis zu 16 % der Fälle finden sich auch multiple Morton-Neuralgien am selben Fuß.

Morbus-Köhler I
Der Morbus Köhler-Albau ist die aseptische Knochennekrose des Osnaviculare (Kahnbein der Fußwurzel).

Morbus Köhler II
Der Morbus Köhler-Freiberg (Synonyme: Morbus Freiberg (Köhler), Morbus Köhler II, Osteochondronekrose der Metatarsalköpfchen, Juvenile Osteochondrose des Metatarsus) ist eine aseptische Knochennekrose (Knocheninfarkt), meist des 2. Mittelfußköpfchens. Er tritt vorwiegend bei Mädchen im Alter zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr auf.

Plattfuß (lat. Pes planus)
Der Plattfuß ist eine angeborene oder erworbene Fußfehlstellung, bei der das Längsgewölbe (die Wölbung von der Ferse zum Vorderfußballen) des Fußes eingesunken erscheint. Dadurch bedingt kann es zum Abkippen der Ferse zum Fußaußenrand hin sowie auch zum Abkippen des Vorfußes zum Fußaußenrand hin kommen. Im Extremfall liegt die Fußfläche vollständig auf dem Boden auf.

Polyneuropathie
Polyneuropathie ist der Oberbegriff für bestimmte Erkrankungen des peripheren Nervensystems, die mehrere Nerven betreffen. Abhängig von der jeweiligen Ursache können motorische, sensible oder auch vegetative Nerven gemeinsam oder auch schwerpunktmäßig betroffen sein. Die Erkrankung kann eher die Isolationsschicht der Nerven (Myelin) oder eher den Zellfortsatz (Axon) selbst betreffen, sie kann sich eher körperfern (distal) an Händen und Füßen oder sehr viel seltener auch körpernah (proximal) zeigen, es gibt symmetrische und asymmetrische Formen; stets aber sind mehrere periphere Nerven betroffen (poly (griech.) = viele). Die Symptome können je nach betroffenem Nervenfasertyp und betroffener Körperregion sehr vielfältig sein.

Pronation
Hebung des Fußaußenrandes

Rheuma
Mit Rheuma (altgriechisch ῥεῦμα rheuma ‚Strömung‘, ‚Fluss‘) werden Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, die oft mit funktioneller Einschränkung einhergehen. Die medizinisch korrekte Bezeichnung für Rheuma ist „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“.

Rheumafuß
schmerzhafte, Funktionsbeeinträchtigung an Muskeln und Gelenken durch rheumatische Zustände

Senkfuß (lat. Pes planus)
Wenn das Längsgewölbe des Fußes (die Wölbung der Fußsohle an der Fußinnenseite vor dem Vorfußballen) abgeflacht ist, wird dies als Senkfuß bezeichnet. Wird bei einem ausgeprägten Senkfuß die Fußsohlenhaut unter dem Längsgewölbe vollständig belastet, oder ist die Kontur der Fußinnenseite konkav, liegt als Extremform ein Plattfuß vor. Ist hingegen der Rückfuß valgisch eingeknickt und steht der Knöchel hierdurch auf der Innenseite deutlich heraus, liegt ein Knickfuß vor. Oft ist jedoch beides kombiniert oder nicht ausreichend differenziert, so dass von einem Knicksenkfuß gesprochen wird.

Senk-Spreizfuß (lat. Pes planotransversus)
Abflachung von Längs- und Quergewölbe, siehe auch Senkfuß und Spreizfuß

Sichelfuß (lat. Pes adductus)
Eine meist angeborene Mittelfußkontraktur, die ressesiv vererbbar ist. Die Zehen und der Mittelfuß richten sich stark nach innen. Oft wir ein nach innen gerichteter Gang beobachtet. Bleibt der Sichelfuß dauerhaft bestehen, so kann dies zu einer einer Versteifung des Mittelfußes führen.

Spreizfuß (lat. Pes transversoplanus)
Unter Spreizfuß wird ein Auseinanderweichen der Knochenstrahlen des Mittelfußes verstanden. Ein „kleines Fußgewölbe“ oder „Quergewölbe“, das normalerweise im Bereich des Vorfußballens ausgebildet sein sollte, ist durchgetreten, so dass häufig eine Schwiele unterhalb der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe deutlich in Erscheinung tritt. Heute weiß man, dass auch das „Quergewölbe“ nicht nur durch Bänder, sondern auch durch Muskulatur aufrechterhalten wird, u. a. durch die Ballenmuskulatur.

Supination
Hebung des Fußinnenrandes

Valgus
nach außen gekrümmt bzw. gebogen (X-Stellung)

Varus
nach innen gerichtet (O-Stellung)

 

Textquelle: www.wikipedia.de